Geschichte

Der Grundstein des Seilziehclubs Sins wurde im 1971 gelegt. An der Olma in St. Gallen wurde ein Seilziehturnier unter den Landjugendgruppen durchgeführt. Die Oberfreiämter gewannen die kantonale Ausscheidung und durften so an diesem Turnier teilnehmen.

 

An der Olma begann die bewegte Geschichte des Seilziehclubs Sins. Diese jungen Männer waren vom Seilziehsport derart begeistert, dass sie 1972 einen eigenen Verein gründeten. Die «Reussbrothers Sins» reisten noch im Gründungsjahr nach Wales (GB) an die Europameisterschaft. Sie wollten von den grossen Seilziehnationen lernen, mit dem Ziel bald im internationalen Geschehen eine Rolle zu spielen.

1974 wurde die Europameisterschaft in der Schweiz vom Seilziehclub Engelberg organisiert. Die Reussbrothers wollten beweisen, dass sie mit hartem Training und den Erfahrungen aus Wales eine starke Mannschaft waren. Mit einer kämpferischen Leistung gewann Sins dann verdient die Silbermedaille.

An den Weltmeisterschaften 1975 in Holland wurden die Schweizer Mannschaften zu den Favoriten gezählt. Sins wurde der Favoritenrolle aber nicht gerecht und erreichte lediglich den fünften Rang.

Steigern konnten sich die Sinser an der Weltmeisterschaft 1976 in Kapstadt (Südafrika). Mit dem dritten Rang brachten sie zum zweiten Mal Edelmetall von einem internationalen Turnier nach Hause.

1976 und 1977 gewann Sins die beiden Schweizermeistertitel in der 560kg und 640kg-Klasse.

Die WM in Jersey beendeten die Reussbrothers auf dem 4. Platz.

Durch die Änderung des internationalen Reglements 1979 konnten keine einzelnen Teams mehr an Titelkämpfen teilnehmen. Dank den über Jahren konstant guten Leistungen an internationalen Meisterschaften wurde die Sinser Mannschaft verstärkt als Nationalmannschaft an die EM nach Schweden entsandt. Durch den 2. Platz bestätigten die Sinser ihre Nomination. Mit diesem 2. Rang begann eine Serie, die sich in den kommenden Jahren fortführen würde.

1980 übernahm der erfahrene Seilzieher Alois Konrad die Verantwortung als Trainer und Coach der Sinser Mannschaften. Unter ihm erreichten sie an den EM 1980 in Basel und 1981 in England jeweils den 2. Podestplatz.

Zum 10 Jahr Jubiläum konnte der Trainingsplatz von Reussegg auf das Schulareal Letten verlegt werden. Ein Fitness-Kraftgerät ergänzte zudem das Trainingsangebot.

Im Jubiläumsjahr 1982 veranstaltete Sins das 1. Internationales Turnier mit Mannschaften aus Deutschland, Holland, England und Italien.

Um die Trainingsbedingungen zu verbessern, erstellten die Club-Mitglieder unter grossem Einsatz eine gedeckte Trainingsanlage mit Seilziehbock im Letten.

Nach zehnjähriger Präsidialzeit demissionierte Hans Gratwohl im Jahr 1985. Schweren Herzens mussten die Seilzieher ihren umsichtigen und erfolgreichen Präsidenten verabschieden. Hans Gratwohl wurde zum Ehrenpräsident ernannt.

Für die Worldgames («Olympiade» der nichtolympischen Disziplinen) in London 1985 wurden Athleten in der 720 kg Mannschaft aufgeboten. Nach harten Kämpfen kehrten sie wiederum mit einer Silbermedaille zurück.

Die WM im gleichen Jahr in Stans wurde das erfolgreichste Turnier für Sinser Seilzieher: Zwei Mal Gold und einmal Silber, der abonnierte 2. Platz wurde erstmals übertroffen.

Im Herbst 1986 wurde die 640 kg-Mannschaft aus Sins mit einem Mann Verstärkung für die Weltmeisterschaft in Holland selektioniert. Nach harten und langen Kämpfen belegten sie den guten, aber undankbaren vierten Schlussrang. Im Spätherbst übernahm Sins die Organisation zur Weihe der neuen Verbandsfahne des Schweizer Tauziehverbandes.

Die Sinser Athleten konnten jedoch nicht nur Erfolge feiern. Bis 1988 immer in der National-
liga A vertreten, musste der Abstieg in die NLB gleich in beiden Gewichtsklassen 560kg und 640kg hingenommen werden. Daraufhin wurde die 560kg Mannschaft aufgelöst und mit der 640kg Mannschaft in der nächsten Saison der Wiederaufstieg erreicht.

Seit 1989 stellt Sins eine Juniorenmannschaft, die immer wieder sehr erfolgreich Podestplätze in der Schweizermeisterschaft belegte, bis heute jedoch nie den Meistertitel gewinnen konnte.

Neben regelmässigen Podestplätzen in der nationalen Meisterschaft gewann Sins 1991 auch den 640kg Club-Europameistertitel in Stans.

Zum 20-Jahr-Jubiläum fand 1992 das 2. internationale Turnier mit Teams aus Schweden, Deutschland und Italien statt. Sins erreichte einmal mehr den zweiten Rang.

Nach einigen Rücktritten langjähriger Aktivmitglieder wurde eine junge Mannschaft aufgebaut, wobei der Ligaerhalt im Vordergrund stand.

1994 übergab der scheidende Präsident Thomas Huwiler das Zepter dem damals nur gerade
22 jährigen amtierenden Präsidenten Marcel Amhof.

In den Jahren von 1994 bis 1998 wurde das Ziel des Ligaerhalts zwar geschafft. In der nationalen Meisterschaft musste sich die junge und zum Teil noch unerfahrene Sinser Mannschaft jedoch, abgesehen von einigen Glanzpunkten, meistens mit Platzierungen im mittleren Teil der Rangliste zufrieden geben. 1997 wurde dank engagierten Sponsoren und Werbern der Clubbus angeschafft.

Da der angestammte Turnierplatz anderweitig genutzt wurde, musste der Seilziehclub auf die Suche nach einem neuen Turnierplatz gehen. Der Rasenplatz und die ideale Infrastruktur beim Schulhaus Ammansmatt war ein Glückstreffer.

Auf die Saison 1999 konnte ein seilzieherfahrener Trainer engagiert werden. Hans Villiger, selber Europa- und Weltmeister übernahm das Traineramt.

Den ersten Schweizermeister-Titel in der 680 kg errangen die Sinser Athleten im Jahr 2000. Im darauffolgenden Jahr gelang die Titelverteidigung nicht ganz, wiederum ein zweiter Platz...

Dafür erkämpfte sich das Sinser Team 2001 den Club-Europameistertitel bis 680kg in Bütschwil. Im Hinblick auf das eigene internationale Turnier besuchten die Sinser im Jahr 2001 renommierte Internationale Turniere in Deutschland, Belgien, Lettland und Holland mit sehr grossem Erfolg.

Am Schweizermeisterturnier 2002 bis 680 kg kämpften die Sinser im Final wiederum glücklos und belegten – wie könnte es anders sein – den zweiten Platz.

Zum 30jährigen Jubiläum beschenkte sich der SC Sins mit einem grossartigen Internationalen Turnier gleich selbst. Über 90 Mannschaften aus 8 Nationen massen sich auf dem Schulareal in Sins und genossen eine super Stimmung.

Der ‚Anzeiger’ brachte es mit folgendem Kommentar auf den Punkt: „Das grösste Seilziehturnier Europas in diesem Jahr wurde über alle Massen gelobt, die über einjährige Vorbereitungszeit des Oks hat sich in allen Teilen gelohnt. Ein grosses Dankeschön für die mustergültige Organisation gehört auch den über 350 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die einen Rieseneinsatz zeigten. Der Seilziehclub Sins hat nicht nur Werbung in eigener Sache gemacht, sondern auch das Oberfreiamt und im besonderen Sins den ausländischen Gästen sehr vorteilhaft präsentiert. Man spürte, dass es allen gefallen hat.“

An der 31. GV demissionierte der Präsident Marcel Amhof nach 8jähriger Tätigkeit. Als Nachfolger und neuer Präsident wurde Ueli Ehrler gewählt.

2003 war in der Klasse bis 640 kg eine spannende Saison. Mosnang und Engelberg lieferten sich bis zum letzten Turnier ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Engelberg konnte trotz Punktegleichheit den Schweizermeister-Titel feiern - sie gewannen ein Turnier mehr als die Ostschweizer. Sins belegte den dritten Platz.  Das Turnier um den 680 kg Meistertitel brachte ebenfalls den dritten Platz. Nach anfänglich guten Kämpfen und Punktgewinnen verliess die Mannschaft um Coach Hans Villiger die nötige Kraft. Der erhoffte Schweizermeistertitel konnte einmal mehr nicht ergattert werden.
Die Freude war umso grösser, als die Sinser 680 kg Mannschaft am Openturnier an der EM in Assen den Sieg holte und somit den Titel von 2001 bestätigen konnte.
Die Junioren belegten nach mässigen Turnieren lediglich den vorletzten Schlussrang in der Gruppe Ost. Sie konnten sich nicht für das Meisterturnier qualifizieren.

Über viele Jahre hinweg haben sich immer wieder Sinser Athleten für die Nationalmannschaften qualifiziert. So hat Sins auch einige Europa- und Weltmeister in ihren Reihen.

Nebst dem Seilziehsport sind die Sinser Seilzieher aber auch an diversen Anlässen anzutreffen. Alljährlich führt der Seilziehclub an der Fasnacht die Kaffeestube und hilft tatkräftig bei der Durchführung von verschiedensten Festivitäten anderer Sinser Vereine.

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